Vortrag über „Kampfgruppen der Arbeiterklasse“ während der Friedlichen Revolution 1989
23.10.19

Zu einer Veranstaltung über die Friedliche Revolution 1989 und die Rolle der „Kampfgruppen der Arbeiterklasse“ der DDR lädt das Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Torgau am Dienstag, den 5. November 2019, um 19 Uhr ein. Es spricht der Historiker Dr. Tilmann Siebeneichner von der Humboldt-Universität zu Berlin. Die Veranstaltung findet im DIZ Torgau, Schloss Hartenfels, Schlossstraße 27, 04860 Torgau, statt. Der Eintritt ist frei.
Sollten die „Kampfgruppen der Arbeiterklasse“ im Herbst 1989 eingesetzt werden, um die Demonstrationen mit Waffengewalt niederzuschlagen? Wie nahmen die Mitglieder der „Kampfgruppen“ selbst den breiten gesellschaftlichen Protest wahr? Und wie verhielten sie sich dazu? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Vortrags.
Die betrieblichen „Kampfgruppen der Arbeiterklasse“ sollten die „sozialistischen Errungenschaften“ der DDR schützen, im Zweifelsfall auch mit Gewalt. Dabei war es eine stets offene Frage, wem eigentlich ihre Loyalität galt: der Partei, die die Miliz 1953 ins Leben gerufen hatte und von der sie ihre Befehle erhielt, oder dem lokalen Umfeld, in dem die einzelnen Einheiten organisiert waren und ihre Mitglieder lebten. Im Herbst 1989 spitzte sich diese Frage dramatisch zu.
Kontakt:
Elisabeth Kohlhaas (Ausstellungsbetreuung, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit)
Tel.: 03421 7739681
elisabeth.kohlhaas@stsg.de
Pressemitteilung als PDF-Datei (59 KB)