Polnische Zwangssoldaten in der Wehrmacht (1939–1945): Vortrag im DIZ Torgau über neue Forschungsergebnisse
29.05.18

Prof. Ryszard Kaczmarek, Historiker an der Schlesischen Universität Katowice, stellt am Dienstag, den 5. Juni 2018, um 19 Uhr im Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Torgau neue Erkenntnisse über polnische Zwangssoldaten der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg vor. Der Eintritt zu dem Vortrag „Polen in der Wehrmacht 1939–1945. Zwang, Anpassung, Widerstand“ ist frei.
Es ist nahezu unbekannt, dass im Zweiten Weltkrieg etwa eine halbe Million polnische Soldaten zwangsweise zur Wehrmacht eingezogen wurden. Auch in den Wehrmachtgefängnissen in Torgau waren einige dieser Soldaten inhaftiert und wurden hingerichtet.
Der Vortrag schildert unter anderem die Einstellungen der Zwangsrekrutierten von Widerstand und Verweigerung bis zu Pflichterfüllung und Faszination. Anhand persönlicher Dokumente geht es auch um die Identitäts- und Loyalitätskonflikte der Betroffenen während des Zweiten Weltkriegs und danach. Die Erinnerung an die unfreiwilligen Soldaten ist in Polen noch heute umstritten.
Kontakt:
Elisabeth Kohlhaas (Ausstellungsbetreuung, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit)
Tel.: 03421 7739681
elisabeth.kohlhaas@stsg.de
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