„Die Straße ist mein Atelier. Der Fotograf Mahmoud Dabdoub“ – Das Archiv Bürgerbewegung Leipzig präsentiert seine neueste Publikation im Rahmen der Leipziger Buchmesse
31.03.25

Bis auf den letzten Stuhl besetzt waren die Reihen zur Präsentation des Bildbandes „Die Straße ist mein Atelier“ anlässlich der Leipziger Buchmesse. Bernd Lindner und Diana Stiehl sprachen vor annähernd 100 Besucherinnen und Besuchern am Abend des 28. März 2025 im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig (ZFL) mit dem Fotografen. Die im Rahmen einer Projektförderung durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur realisierte Publikation vereint erstmalig Dabdoubs Aufnahmen aus dem Nahen Osten, der DDR und dem wiedervereinigten Deutschland.
Mahmoud Dabdoub, geboren und aufgewachsen in einem palästinensischen Flüchtlingslager im Libanon, kommt 1981 in die DDR. Er ist neugierig auf das Unbekannte und will zugleich ein Bild vermitteln vom Leben „seiner Leute“ daheim. Als „Brücke“ dienen ihm seine Bilder aus den palästinensischen Flüchtlingslagern, die ihm den Weg ebnen für ein Fotografiestudium an der Hochschule für Graphik und Buchkunst Leipzig. Gleichzeitig hilft ihm seine Kamera dabei, in dem ihm (zunächst) fremden Land anzukommen.

Seine Fotografien offenbaren ihn als sensiblen Chronisten der sozialen Wirklichkeit im letzten Jahrzehnt der DDR und der gesamtgesellschaftlichen Transformation ab 1990. Der Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeiten ist die soziale Wirklichkeit, die Straße sein „Atelier“.
Seit 2014 werden im Archiv Bürgerbewegung Leipzig kontinuierlich die Negativfilme von Mahmoud Dabdoub digitalisiert und ausgewählte Aufnahmen nach und nach in die Fotosammlung integriert. Mit der Erstellung des Bildbandes und einer bis zum 22. Juni 2025 im ZFL gezeigten Ausstellung soll einem breiten Publikum ein Einblick in diesen besonderen Fotobestand des Archivs gewährt werden.
Kontakt:
Archiv Bürgerbewegung Leipzig e. V.
Tel: 0341 30 65 175
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