Führungen durch die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein
Für Führungen wird um eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 35,00 Euro gebeten. Für Schulen und Bildungsträger sind Führungen kostenfrei.
Führung
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein informieren über den historischen Hintergrund der nationalsozialistischen Rassenideologie. Sie zeigen die Entwicklung zum Mordprogramm der „Euthanasie“ an geistig behinderten und psychisch kranken Menschen auf. Dabei beziehen sie die Gruppe aktiv und dialogisch mit ein.
Bei einem Rundgang durch die Gedenkstätte und das Außengelände weisen sie auf die frei gelegten Spuren der ehemaligen Tötungsanstalt hin. Sie erinnern an die in Pirna-Sonnenstein ermordeten Menschen und schildern, wer für den Ablauf des Verbrechens verantwortlich war.
Dauer: ca. zwei Stunden.
Führung in klarer Sprache
Dieses Führungskonzept wurde gemeinsam mit Menschen mit Lernschwierigkeiten entwickelt. Diese übernehmen in großen Teilen die Rolle der Vermittelnden dieses Rundgangs.
Nach einem Impuls zur Geschichte des Ortes nähert sich die Gruppe gemeinsam dem Thema der Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung im Nationalsozialismus an. Beim anschließenden Rundgang können die Besuchenden die einzelnen Stationen auf dem Weg in die Tötungsanstalt anhand biographischer Beispiele nachvollziehen. Zum Abschluss der Führung findet eine Reflektionsrunde statt, bei der den Eindrücken und Gefühlen der Besuchenden Raum gegeben wird.
Empfohlen für: Förderschulen, Berufsschulen (v.a. Heil- und Pflegeberufe), (max. Gruppengröße: 15 Personen)
Dauer: ca. drei Stunden
Öffentliche Führung (ohne Anmeldung, kostenfrei)
Die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein bietet jeden Samstag 14.00 Uhr eine öffentliche Führung im Außenbereich an. Die Besuchenden erhalten dabei einen Überblick zu den baulichen Überresten der ehemaligen Tötungsanstalt sowie die Planung und Umsetzung der nationalsozialistischen Krankenmorde in Pirna-Sonnenstein 1940-1941.
Dauer: ca. 60 Minuten, um Spenden wird gebeten. Treffpunkt ist die Stele vor dem Eingang zur Gedenkstätte.
Auf dem „Denkzeichen“-Weg zur Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein
Zur Einführung und gleichzeitig als Weg zur Gedenkstätte können Sie und Ihre Gruppe gerne den Weg der „Denkzeichen“ begehen. Das Kunstprojekt führt mit 16 Tafeln vom Pirnaer Bahnhof durch die historische Innenstadt zur Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein. Die Strecke beträgt etwa zwei Kilometer. Jede Tafel verbindet eine historische Ansicht des Sonnensteins mit Begriffen aus dem Kontext der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen. Auf Wunsch stellen wir Ihnen vorab gern entsprechende Flyer zur Verfügung.
Dauer: ca. 45 Minuten
Weitere Informationen zum Projekt sowie zu den Quellenbegriffen aus dem Zusammenhang der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen unter www.denkzeichen.de.
>> alle pädagogischen Angebote der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein