Ausstellungseröffnung 27. Januar 2011, 19 Uhr: Was dann losging, war ungeheuerlich ... Frühe Konzentrationslager in Sachsen 1933 – 1937
20.01.11
Konzentrationslager – dieser Begriff steht für Unterdrückung oder Vernichtung von Andersdenkenden und vor allem jüdischen Menschen im Nationalsozialismus. Meistens sind mit ihm Orte wie Buchenwald, Sachsenhausen oder Auschwitz verbunden. Bereits wenige Wochen nach dem 30. Januar 1933, der Machtübergabe an die Nationalsozialisten, wurden landesweit erste Lager eingerichtet – besonders viele in Sachsen. Schon in ihnen gab es Zwangsarbeit, Folter und Mord. Orte wie Burg Hohnstein, Sachsenburg, Schloss Osterstein / Zwickau, Schloss Colditz und der Kupferhammer in Bautzen erlangten traurige Berühmtheit.


„Ein SA-Mann stellte mir auf jede große Zehe ein Stuhlbein, dann setzte er sich auf den Stuhl, wiegte sich hin und her, so dass ich vor Schmerzen wimmerte. Dann schlugen sie mich wieder so lange, bis ich das Bewusstsein verlor.“ Auszug aus einem im Exil verfassten Bericht von Otto Meinel über die dortigen Verhörmethoden.
Begrüßen wird Silke Klewin, Leiterin der Gedenkstätte Bautzen. Das Grußwort hält der Geschäftsführer der Stiftung Sächsische Gedenkstätten, Siegfried Reiprich. Die Einführung in die Ausstellung übernimmt Dr. Bert Pampel, Stiftung Sächsische Gedenkstätten, der an ihrer Konzeption und Erarbeitung maßgeblich mitgewirkt hat. Die Wanderausstellung der Stiftung Sächsische Gedenkstätten wurde mit Mitteln des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst und aus dem Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ gefördert.