21.06.22

Am 22. Juni 1941 begann der Angriff des nationalsozialistischen Deutschlands auf die Sowjetunion. Während des als Vernichtungskrieg geplanten und durchgeführten Feldzugs gerieten etwa 5,3 Millionen Soldaten der Roten Armee in deutsche Kriegsgefangenschaft. Schätzungsweise die Hälfte von ihnen verlor infolge katastrophaler Lebensbedingungen oder gezielter Tötungen ihr Leben. Auch 81 Jahre danach ersuchen noch Angehörige der Gefangenen um Auskunft zum Verbleib ihrer Vorfahren. Die Dokumentationsstelle Dresden ist nach wie vor eine der wichtigsten Anlaufstellen für entsprechende Anfragen in der Bundesrepublik Deutschland.
19.04.22
Frau Nurlanova kam in Begleitung ihrer Stellvertreterin Saule Mushkenova und der Honorarkonsulin Kasachstans für Sachsen und Sachsen-Anhalt, Olivia Riedel, im Rahmen einer Dienstreise durch mehrere deutsche Archive, darunter das Bundesarchiv und das Hauptstaatsarchiv Dresden, in die Stiftung.
14.03.22
In einem Gastbeitrag für die FAZ vom 7. März 2022 schildert der Leiter der Dokumentationsstelle Dresden, Dr. Bert Pampel, die Schicksale deutscher Zivilisten, die zwischen 1950 und 1952 von sowjetischen Militärtribunalen (SMT) in Dresden zum Tode verurteilt wurden.
05.10.21

Horst Hilbig (geb. 1928) entzog sich einer Dienstverpflichtung zur Arbeit im Uranbergbau bei der sowjetischen Wismut AG, indem er in die britische Besatzungszone übersiedelte. Als er im Februar 1948 seinen aus der Kriegsgefangenschaft entlassenen Vater in Brandenburg/Havel besuchen wollte, wurde er an der Zonengrenze in Marienborn von der deutschen Grenzpolizei festgenommen. Diese übergab Horst Hilbig an die sowjetische Geheimpolizei. Am 16. Juli 1948 verurteilte das Militärtribunal der Sowjetischen Militäradministration Sachsen Horst Hilbig am Münchner Platz in Dresden wegen angeblicher Spionage für den britischen Geheimdienst zu 25 Jahren „Besserungsarbeitslager“.
30.09.21

Am 28. September 2021 trafen sich auf Einladung der Dokumentationsstelle Dresden in der Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden zum zweiten Male Beschäftigte, die im Arbeitsbereich „Sammlungen, Datenbanken, Schicksalsklärung und Auskünfte“ aktiv sind. Insgesamt nahmen 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus acht Gedenkstätten bzw. Archiven, die sich in Trägerschaft der Stiftung befinden oder von ihr gefördert werden, an dem fachlichen Erfahrungsaustausch teil. Auf der Tagesordnung standen fünf Diskussionsbeiträge.
10.08.21

Herr Sebastian Rab verstärkt seit Anfang August das Team der Dokumentationsstelle Dresden. Seine wichtigste Aufgabe ist die Digitalisierung von Dokumenten aus der russischen Rehabilitierung von deutschen Opfern politischer Repressionen.
06.08.21

Die Dokumentationsstelle Dresden macht erste Ergebnisse ihres aktuellen Forschungsprojekts zu SMT-Urteilen in Dresden auf der Webseite https://www.smt-dresden.de öffentlich zugänglich. Ziel des Projektes ist es, sämtliche SMT-Urteile gegen Deutsche in Dresden zwischen 1945 und 1953 zu ermitteln und wissenschaftlich auszuwerten. Die Gedenkstätten Münchner Platz Dresden und Bautzner Straße Dresden, die als Kooperationspartner beteiligt sind, können die Projektergebnisse für ihre Bildungs- und Vermittlungsarbeit nutzen.
19.07.21

Rudolf Jost (geb. 1927) gehörte einer siebenköpfigen jugendlichen Oppositionsgruppe in Klingenthal/Vogtland an, die mit Flugblättern gegen das SED-Regime in der DDR protestierte. Später kam sie in Kontakt zur Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit (KgU). Am 18. Februar 1952 wurden die Mitglieder der Gruppe vom Militärtribunal der Gruppe der Sowjetischen Besatzungstruppen in Deutschland wegen Spionage und antisowjetischer Propaganda verurteilt. Zwei Mitglieder der Gruppe, Lothar Göhring und Walter Dölling, wurden zum Tode verurteilt, nach Moskau verschleppt und dort erschossen. Rudolf Jost kam in das Arbeitslager Workuta und überlebte dort den Aufstand im Frühjahr 1953.
29.06.21

Als Informationsmedium für die Zielgruppe der russischsprachigen Besucher der Website ist ein Info-Video zur Dokumentationsstelle Dresden in russischer Sprache online veröffentlicht worden.
02.06.21
Als Auftakt in einer Reihe von Videoclips zu den einzelnen Arbeitsstellen der Stiftung Sächsische Gedenkstätten ist ein Info-Video zur Dokumentationsstelle Dresden online veröffentlicht worden. Der viereinhalbminütige Clip bietet einen ansprechenden Zugang zu den Aufgaben, historischen Themen, Arbeitsschwerpunkten und Angeboten der Dokumentationsstelle.